KAB Heike Weber und Walter Eul

Kinderzentrum Bethel Bielefeld 2023

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Detail Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Detail Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Detail Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Detail Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Schemazeichnung Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Schemazeichnung Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle, Kinderzentrum EVK Bethel, Bielefeld, Ansicht von unten

Arielle

Foyer Kinderzentrum, evangelisches Krankenhaus in Bethel, Bielefeld


Eine schwebende Skulptur aus Hohlglaskugeln, der drei Geschosse bis zum Glasdach in Form eines Bogens verbindet. Die Kugeln sind in einem zweitägigen Workshop von Kindern aller Bielefelder Schulen mit Spiegelstiften im Bielefelder Fußballstadion - „auf der Alm“ - bezeichnet worden.


Die Skulptur haben wir mithilfe eines 3D Programms entwickelt und die finale Form in Punkte umgesetzt. Es ist ein schwebender, nicht greifbarer Körper, der wie eine lichthafte Erscheinung die Geschosse durchdringt und sich je nach Betrachter-Position in seiner Anschauung verändert.
Die Assoziation mit einem Fisch – dem christlichen Symbol „Ichthys“ – ist ebenso gewünscht wie die des Bogens (Metapher: einen Bogen spannen) – als auch die des Wasserfalls – die Luftblasen, das Sprudelnde, das das Schöne und Herrliche des Wassers symbolisiert, aus dem Leben entspringt.
Um die kindliche Phantasie anzuregen, haben wir der Skulptur den Namen der Meerjungfrau gegeben, um auch den spielerischen Charakter der Arbeit zu unterstreichen. Das Thema des Märchens ist die Liebe.

Alle Kugeln wurden von Kindern aller Schulklassen Bielefelds mit einem Spiegelmarker zum Thema Wasser bezeichnet, um jeder einzelnen Kugel einen individuellen Anstrich zu geben und um den Identifizierungsgrad mit dem Werk noch zu steigern. Alle Kugeln wurden fotografiert und katalogisiert.
Es wurde eine App entwickelt, mithilfe die Kinder ihre Kugel auf einem Tablet im Foyer unterhalb der Skulptur finden können.

Durch die exakte Positionierung der Punkte verrät der Körper seine Herkunft – eine logisch mathematische Berechnung, die durch das Material, die schwebend bewegte Aufhängung und dem natürlichen Licht die Greifbarkeit entzogen wird. Die Skulptur wird zu einem schwingenden Organ – einem phantasielockenden Gebilde, das quasi im Widerspruch zu seiner technischen Herkunft steht.
Obwohl das Objekt rein mathematisch konstruiert ist, bekommt es durch seine Leichtigkeit und Transparenz, die wechselnde Erscheinung bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und durch die Bewegung des Betrachters im Raum eine stark physische Komponente.
Das Gebilde hängt mit Schnüren an einer modularen Konstruktion aus weissem Alu-Cobond, die sich wie ein Schatten der Skulptur als Zeichnung am „Himmel“ des Atriums zeigt. Die Trägerkonstruktion soll nicht rein funktional sein, sondern auch eine inhaltliche Bedeutung haben.
Die Glasskulptur hat wie ein Luftblasengebilde keinen festen Körper. Sie wird nur aus der Vielzahl der Punkte zu einem Ganzen - wie ein Schwarm, der assoziative Bilder erzeugt.
Durch ihren „Schatten“ wird die Form und auch die technische Struktur aufgeschlüsselt und sichtbar. Beide Formen sind voneinander abhängig und stehen in Wechselwirkung zueinander. Die eine trägt die Andere.


Heike Weber und Walter Eul, 2023